Die Braut Christi

Die Vereinigung zwischen Christus und der Kirche, Seiner Braut, ist ein großes Geheimnis, wie wir in Epheser 5, 32 lesen.

Jede erlöste Seele ist berufen, zusammen mit allen anderen bräutlichen Seelen eine Braut Christi zu sein.

In unserer Liebesbegegnung mit dem göttlichen Geliebten hat der Heilige Geist uns mit Christus verlobt (Hohelied 8, 5) und eine bräutliche Liebe zu unserem göttlichen Bräutigam in unsere Herzen ausgegossen. Diese Liebe zieht uns zu Ihm hin und macht den Weg der Nachfolge süß.

Der Heilige Geist, der uns mit Christus, dem Bräutigam, verlobt hat, wacht über unser geistliches Wachstum, unsere Reifung und Heiligung. Er wacht darüber, dass wir geschmückt werden, um eine königliche Braut für den Bräutigam, den König, zu sein.

Der Heilige Geist ist geduldig mit uns und wartet, bis die Liebe in uns aufwacht (Hohelied 2, 7; 3, 5). Er benutzt verschiedene Methoden, damit unsere Seelen zu bräutlichen Seelen werden, die dafür geöffnet sind, diese geheimnisvolle Beziehung mit Christus als dem Bräutigam der Seele in geistlicher Weise zu erkennen und zu verstehen. Er benutzt das Leiden mit seiner Bitterkeit ebenso wie die Tröstungen der Gnade, die das Herz besänftigen (Ester 2, 12), damit die erlöste Seele tief im Inneren von der Verdorbenheit und dem Gestank der Sünde gereinigt wird. Dann empfängt diese Seele ihren Schmuck, ihre Krone und ihre königlichen Gewänder (Hesekiel 16, 9 – 14).

Wenn nach diesem Weg der Reinigung und Heiligung die bräutliche Liebe heranreift, weiß die Seele, dass sie in eine vollkommen andere Beziehung mit Christus, ihrem Bräutigam, eingetreten ist – anders als das, was sie bisher kannte. Dann wird der Weinberg des Herrn zu ihrem Hauptanliegen, und sie wacht über ihn, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Zudem wacht sie dann mit großer brüderlicher Liebe über ihren jüngeren Geschwistern im Geist, bis diese in ihrer bräutlichen Liebe zu Christus zur Reife gelangen, und stellt sie dann mit Freude dem Bräutigam dar (Hohelied 8, 8 – 12; Psalm 45, 14 – 15).

Der Heilige Geist ist eifernd und deshalb betrübt, wenn die alte Schlange uns durch die Lüste und Begierden der Welt irreführt und dadurch unsere geheimnisvolle Beziehung zu unserem Bräutigam verdirbt. Wenn die Sünde in der Endzeit zunimmt und die Liebe lauwarm wird, ist die Gnade umso größer. Der Heilige Geist bringt uns die unverfälschte Lehre. Er gießt in uns den heiligen Eifer aus, die Braut Christi darin zu unterstützen, zu schützen und zu stärken, eine Heerschar mit Kriegsbannern zu werden. Sie kann dann die Ströme des Bösen und die Pläne des Gesetzlosen von der Kirche und der Welt zurückhalten. Zusammen mit dem Heiligen Geist hilft diese Braut dabei, die Welt auf das Kommen des Bräutigams, des Königs, vorzubereiten (Offenbarung 22, 17). 

Tags : Braut Christi

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